Fragt, warum der "unbefangene Verkehr" zwischen dem E. und ihm ein
Ende erreicht habe. Fragt, ob der E. auch ihm wie der gesamten Kapellmeisterzunft
Antipathie geschworen habe. Bittet um Zurücknahme des "ungerechtfertigten
Misstrauensvotums". Berichtet von der anstehenden Aufführung von "Lohengrin" -
Wagner sei krank gewesen. Könne sich noch nicht
mit dem Konservatoriumsärger befassen. Wolle auch die "Vestalin" [Spontini], "Euryanthe" [Weber] u. a., wenn möglich auch "El Cid" von Cornelius aufführen. Gebe einem Halbdutzend Schülern und Schülerinnen
Unterricht. Bedankt sich für Protektion der "Cäsar"-Ouvertüre. Der "kriegerische
Triumphmarsch" habe in Basel Furore gemacht. Der
Dedikationssold mit Autogramm des erhabenen Autors
sei noch nicht eingetroffen. Verspüre nach der Ankündigung des E.s, das dieser drei
Streichquartette [op. 136, op.
137, op. 138] geschrieben habe, Schwindel. Freue
sich ungemein auf die Symphonie op. 140. Wagner habe kein
Exemplar des "Huldigungsmarsches" [WoO 34A] erhalten. Dieser
behaupte, das Originalmanuskript längst an Schotts
expediert zu haben. Legt Skizzen von dessen Übertragung für "Civil-Orchester" bei.
Grüsse von seiner Frau. Keine Neuigkeiten aus
Rom [von Liszt], vermuthe, dass die Abreise nach
Pesth erfolgt sei.