Sei nach schwerem Abschied aus Basel wieder
in München, wo sich die Zustände verbessert haben. Dort soll
sich die Familie vereinigen. Habe als ordentlicher Hofkapellmeister nur den König zum Chef. Probe den ganzen Tag (Liszts "Elisabeth", Wagners "Lohengrin" und "Tannhäuser").
Gehe dann nach St. Moritz in die Kur, um Kräfte für die
Einstudierung der "Meistersinger" zu sammeln. Wagner komme Mitte Mai nach Starnberg, bleibe
aber in Luzern wohnen. Seine Mutter werde hierher übersiedeln, da sein Schwager als preussischer Konsul nach Moskau
versetzt werden dürfte. Dieser könne dort Dionys
Pruckner mit Laub und Cossmann Trio spielen hören. Die Schwägerin des E.s werde über eine erfrischende Aufführung der
Suite op. 101 berichtet haben. Würde gerne die "Vaterlandsinfonie" op. 96 an den Odeonskonzerten aufführen, wenn der Repräsentant des "negativen Fortschritts zum
Charakterlosen" [Zitat aus der "Wagnerfrage"] das zuliesse. Fragt, wie es um die Instrumentierung
des "Huldigungsmarsches" [WoO 34A] stehe.