17. 1. 1867
Brief an Joachim Raff
ID: A00471
| Absender: | Hans von Bülow (C00114)
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| Erstellungsort: | Basel |
| Empfänger: | Joachim Raff (C00695)
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| Datierung: | 17. Januar 1867 (Quelle) |
| Standort: | Bayerische Staatsbibliothek (München) |
| Signatur: | Raffiana I, Bülow, Hans von Nr. 74 |
| Umfang: | 1 Seite |
| Material: | Papier |
| Incipit: | Verehrter freund! Wagner ist ganz einverstanden mit der Orchestration des Huldigungsmarsches durch Joachim Raff. |
| Veröffentlichung: | Bülow, Briefe 4, 63, S. 171f.; Kannenberg 2020. |
Wagner sei einverstanden mit der Orchestrierung des "Huldigungsmarsches" [WoO 34A] durch den E. und wolle, dass Schott davon in Kenntnis gesetzt werde. Dankt für Portrait. Lese in der Kunstzeitschrift von Gasperini ("L'esprit nouveau"), dass Carvalho zur Überwachung oder Direktion der Lohengrinproben einladen wolle. Möchte dann den "Cäsar" mitnehmen. Habe Popper das Nötige eingetunkt. Zitiert Raff: „Nichts ist mir unbehaglicher, als wenn man in Unkenntniß der Verhältniße mir die besten Absichten vereitelt." J. Raff. Konzertpläne in Freiburg im Breisgau, Baden-Baden.
Verehrter freund! Wagner ist ganz einverstanden mit der Orchestration des Huldigungsmarsches durch Joachim Raff. Er bittet Schott hiervon in Kenntniß zu setzen, da er absolut keinen Brief jetzt schreiben kann. „Compositionsfieber“. — Besten Dank für Brief und Portrait, das auf Schreibbüreau aufgestellt ist. In der neuen Kunstzeitschrift von Gasperini (gar nicht übler Prospekt) „l’esprit nouveau“ lese ich so eben, daß Carvalho mich zur Überwachung oder Direction der Lohengrinproben im Lyrique einladen will. Somit (wenn’s wahr) müßte ich etwa Mitte März nach Paris. Da wäre es nun freilich schön, wenn Schott es so einrichtete daß ich die Cäsarpartitur mitnehmen könnte: je 20 Exemplare kaufe ich ihm gern ab. Wozu mir die neuliche „boutade“ über Administrationsconzertsbewerberprotection? Nun – ich danke dennoch dafür. Habe Popper das Nöthige eingetunkt und kurz drauf in einem Briefe an ...... die Stelle citirt: „Nichts ist mir unbehaglicher, als wenn man in Unkenntniß der Verhältniße mir die besten Absichten vereitelt.“ J. Raff. Furchtbar wahr! äMorgen Conzert in Freiburg im Breisgau, Samstag in Baden-Baden. Lebe wohl – die Correspondenzabsicht war eigentlich schon mit den ersten 4 Zeilen erreicht. Mit bestem eiligen Gruß Dein getreuer Basel, 17/1 67 HvBülow.å [copyright Simon Kannenberg]

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| Bereitgestellt durch: | Bayerische Staatsbibliothek München (BSB) |
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